Mittwoch, 18. Juni 2014

Grünes Karo

Vor einiger Zeit schenkte mir Frau Küstensocke eine Burda, die sie doppelt hatte. Ich wollte daraus das beliebte Modell Nr. 105 nähen.
Aber auf der Seite daneben war ja auch ein schöner Rock...
Und dann fand ich einen sehr passenden Stoff in der Kreisstadt in einem kleinen feinen Stoffgeschäft.


Burda 2/2014


Das Zuschneiden war bei diesem Muster natürlich nicht ohne, denn der Rock hat eine Mittelnaht und das Muster müsste richtigerweise aufeinander zulaufen.


Das hat jetzt nicht geklappt. Obwohl ich mich an den Zuschneideplan von Burda hielt!
 Nachdem ich hin und her überlegte, was zu tun ist, heftete ich alles mit großen Maschinenstichen ab und schaute mir das Ganze an. Es gefiel mir.  Nun trage ich diesen fabelhaften, leichten Sommerrock und fühle mich sehr wohl darin!

Was ich geändert habe: Ohne Reißverschluss, denn der Stoff gibt gut nach. Dafür ein weißes Futter, denn ein bisschen durchsichtig ist das gute Stück schon.

Den aufgesetzten Taschen (meine ersten!) ging großes Raten und Stirnrunzeln voraus: wie meinen die Burdas das? Was soll ich da tun???

Schlussendlich fand ich es heraus und probierte dann, diese Taschen nach der Anleitung von Yvonet am Rock anzunähen. Das ging gründlich daneben, lag vielleicht daran, dass die Taschen nach Burda anders genäht sind. Beim nächsten Mal werde ich mich an Yvonets Anleitung halten, denn dann werden die Rundungen der Taschen vielleicht auch exakter.


Den Saum habe ich per Hand umgenäht (auch zum 1. Mal), auch hier wieder eine Anleitung: diesmal von Jenny.
Jetzt aber schnell zum Bus!

Inzwischen ist es Nachmittag. Nun kommt auch der Hinweis zum MMM-Blog! Melleni lädt uns ein, sie hat wunderbare Kleider genäht, die an Weizenfeldränder erinnern. Außerdem gibt es viele Röcke, so sah es wenigstens beim ersten Durchblättern aus, das hat mir schon letzten Mittwoch gefallen!

Freitag, 13. Juni 2014

Kochen am Freitag den dreizehnten

Was macht ihr heute Abend? 
Fußball, Grillabend, Konzert, Füße hoch??

Da heute Freitag der 13. ist, treffe ich mich mit einer Gruppe von Freunden, die immer dann miteinander kochen, wenn diese beiden zusammentreffen. Der Freitag und die Dreizehn.

In diesem Jahr übrigens das einzige Mal. 

Oft ist es irgendein "Länder-Kochen". Nach englisch, russisch und schottisch gibt es heute ein "Burger". Eigentlich war Mexiko geplant und ich überlegte schon, mir irgendein Frida-Kahlo-Outfit zu nähen. Zu Burger trage ich BLUE JEANS!

In unserer Küche köchelt schon ein Salsa-Dipp und ich habe vorsorglich eine der Nacho-Tüten aufgemacht. Nur, damit ich den Dipp vorkosten kann.


Oh, schon fertig. 

Bei allem, was ihr so veranstaltet: Viel Spaß!
Eure Luise

Mittwoch, 4. Juni 2014

MMM in blau und grün

Heute trage ich diese Lieblinge:



Der Rock trägt sich so wunderbar, mit Leggings bei kühlerem Wetter, aber heute geht es auch so:




Dazu mein Sommerjäckchen vom letzten Jahr.

Wolle: Elastico von Lana Grossa
Muster: "Kordelrippen"


Bei kühlen Temperaturen ist mein neues Frühlingsjäckchen auch okay:



Als ich den Streifenrock nähte war es leider oft kühl und regnerisch draußen. Um mich ein bisschen in Sommer-Schwinge-Rock-Laune zu versetzen, hörte ich beim Nähen ganz viel Santana. Hat mir und dem Rock gut getan!


Ich wünsche euch einen schwungvollen Mittwoch! Viele Ideen, viel Können und viel Liebe zum Nähen wie immer am Mittwoch hier:

Sonntag, 1. Juni 2014

Gestrickte Erbsenlöcher

Zum Finale des FJKA zeigte ich schon das fertige Rückenteil meines zweiten Jäckchens.
Und war guten Mutes, das fertige Teil sehr bald tragen zu können.
Was sich als Irrtum herausstellte.
Denn an dieser Jacke lief einiges schief und ich musste viel trennen.
Zunächst bemerkte ich, dass die Armlöcher zu groß waren:

Schulternaht öffen - auftrennen - Halsausschnitt hinten neu stricken.

Danach konnte ich die Armkugeln berechnen. Und nach dem Stricken sah es so aus:


Armkugel des zu kurzen Ärmels auftrennen - Arm verlängern - Armkugel erneut stricken.

Schließlich waren alle Fäden vernäht, die Teile zusammengefügt, fehlten nur noch die Knöpfe. 
"Morgen trage ich das neuen Jäckchen!"

Als ich die Knöpfe annähen wollte, ging das alles nicht auf. Was war los? 


Das eine Vorderteil hatte einen tieferen Halsausschnitt als das andere!

Halsausschnittskante auftrennen - Ärmel halb heraustrennen - Schulternaht öffnen - bis zum Halsausschnitt auftrennen - eine weitere Musterreihe anstricken - fertig stricken - Fäden vernähen - Ärmel wieder hinein nähen - Halsausschnittskante umhäkeln

Man sollte ja meinen, dieses Muster lässt sich sehr schön zählen. Tut es auch.
Dabei war ich so souverän gestartet. Fast schon hochmütig dachte ich, ich stricke an drei Einzelteilen gleichzeitig, immer meinen Vorlieben nach. Beim Fernsehen an den Ärmeln, denn da muss ich nicht groß aufpassen. In meinem Pilgerrucksack war aus dem gleichen Grund auch ein angefangener Ärmel.
Die Stellen, die mehr Aufmerksamkeit brauchen, bekommen sie auch. 
Nur so kann ich mir dieses Kuddelmuddel erklären.

Aber was solls: 
Nun ist sie fertig.


Muster: "Gesäte Erbsenlöcher"
Garn: Merino Superfein von Lana Grossa

Der Halsausschnitt ist mit der Krebsmasche umhäkelt, die mir Dodo erklärt hat.
Das das Muster ja schon Löcher hat, sparte ich mir die Knopflöcher. Ich war mir nicht sicher, ob das am Ende gut aussieht und ob sich die Kante auch schön legt. Aber nach dem Waschen ist alles wunderbar. 
Auch die Anordnung der Knöpfe war Tüftelei. Ich hatte diese schönen Perlmuttknöpfe in meinem Fundus und die sollten ausreichen. Nun sind sie so verteilt: 


Ich bin allerdings am Überlegen, ob ich die Verteilung nicht doch noch einmal verändere.

Auch diesmal habe ich wieder Brustabnäher gestrickt. Das Muster ist leider unterbrochen und das sehe ich immer als erstes, wenn ich in den Spiegel schaue. Eine Freundin musste ich darauf hinweisen...
Die Passform ist allerdings besser, wenn ich die "Abnäher" stricke.
Und nun noch ein Tragefoto (der Hintergrund ist leider doch nicht so passend, wie ich dachte):



Ein paar mehr Frühlingsjäckchen gibt es heute auf dem MMM-Blog beim Finale der Herzen