Mittwoch, 31. Dezember 2014

Rückblick 2014

Der hervorragende Rückblick bei Frau Crafteln hat meine Gedanken beschäftigt, während ich mein Nähzimmer staubsaugte.
Deshalb schreibe ich jetzt auch einen. Da müsst Ihr durch! Ich denke aber, ich werde mich kurz fassen.

Seit fast einem Jahr trifft man mich hier, als Luise. Angestossen von dem wunderbaren "Frühlingsjäckchen-Knit-Along-2014" fasste ich mir ein Herz und eröffnete einen Blog. In der ersten Zeit ging es für mich darum, abzuschätzen, wie viel und was und in welchen Abständen ich schreibe, zeige und erkläre. Mittlerweile wissen sogar einige Familienmitglieder und FreundInnen von meinem Blog. Die Fotos sind nicht mehr völlig kopflos, auch damit freundete ich mich nach und nach an.

Was ist in diesem Jahr noch geschehen?
Was und wie viel ich genäht und gestrickt habe, werde ich beim nächsten MMM beschreiben.
Heute zeige ich euch dieses:

Mein Arbeitsplatz ist für mich ziemlich wichtig. Was umgibt mich, was ist sinnvoll, was unterstützt mein Tun? Ich habe das große Glück, ein eigenes und extra Nähzimmer zu haben.




In diesem Jahr habe ich sehr viel mehr die Overlock genutzt, im November auch noch einen kleinen Kurs gemacht, um alle Funktionen kennenzulernen und Fragen stellen zu können.


Ich habe im Frühjahr einen wunderbaren großen Spiegel bekommen. Zunächst dachte ich, er ist viel zu groß, aber nein, es ist wirklich ein Unterschied, der mich immer mehr begeistert. Vorher konnte ich mich in einem sehr schmalen Raum zwar von Kopf bis Fuß sehen, aber mehr als meine Person passte da nicht ins Spiegelbild. Das heißt, Bewegungen und die Wirkung mit Umgebung war nicht möglich. Und genau das macht eigentlich Spaß. Ein paar Tanzschritte im neuen Rock heben gleich das Glücksgefühl. Der Rahmen ist größer und dadurch natürlicher, denn wir tauchen ja nicht so klein und begrenzt auf. Uns umgibt RAUM und beeinflusst unser Erscheinungsbild.


Zu Weihnachten habe ich mir ganz pauschal "mehr Licht" im Nähzimmer gewünscht. Gestern hat mein Liebster nun sehr geduldig die Leuchten angebracht, die mein Zimmer in Flutlicht tauchen. Das ist allerdings erst der erste Schritt, denn neben den handwerklichen Fähigkeiten ist der Liebste auch Ästhet  und plant schon, wie die Zweckmäßigkeit noch verschönert werden könnte (mal ganz davon abgesehen, dass die Spuren der vorherigen Funzel beseitigt werden müssen). 


Trotz des guten Lichts werde ich weiterhin immer dieses auf meiner Nase haben, wenn es ans handarbeiten geht:

Ohne Brille geht da gar nichts mehr. Ja, ja das Alter!

Was ich EUCH für 2015 wünsche ist: Schätze jeglicher Art, die euch überraschen, beglücken und euer Leben reicher machen. Z. B. so etwas:


Ihr wisst selbst am Besten, welcher Art die Schätze sind, die ihr heben wollt. 
Alles Gute und Liebe von 
Luise


Sonntag, 28. Dezember 2014

Nu' näht sie wieder!


Ja, endlich habe ich Zeit und Ruhe, um mich Stoff und Faden zu widmen.

Zunächst einmal: das Weihnachtskleid ist noch im Entwicklungsstadium (hört sich netter an, als "ist nicht fertig") 
Hier seht ihr einen Grund: 


Ich nehme an, dass ich das Kleid mindestens eine Nummer zu groß zugeschnitten habe. Und hatte dann, nachdem ich den Ausschnitt zu meiner Zufriedenheit hingekriegt hatte, wieder mein typisches Kleiderproblem: Schultern zu groß, Ausschnitt ebenfalls. Ich muss mir nun überlegen, wie ich das gute Stück rette. Meine Idee ist, die Ärmel ganz wegzulassen und das Ganze als Trägerrock umzumünzen. Dann kann ich die Schultern noch ein wenig kleiner machen und der Ausschnitt fällt nicht ganz so auseinander (das hört sich jetzt nicht so ganz logisch an, aber in meinem Kopf geht das klar!)
Die Lehre aus dem Ganzen ist, dass ich, wenn es um Oberteile geht, immer ein Probeteil nähe. Dazu hatte ich beim Weihnachtskleid keine Lust und insgesamt einen ziemlichen Zeitdruck. Hat sich nicht ausgezahlt, dass ich das Risiko eingegangen bin. Tja, Hobby und Restleben sind manchmal nicht kompatibel!

Nachdem ich wochenlang nicht an der Nähmaschine saß, hörte ich mir zunächst den Anfang des wunderbaren Gesprächs an, welches Muriel mit Mechthild führte und schon vor Weihnachten als Podcast zur Verfügung stellte. Für mich gibt es nichts motivierenderes, als andere vom Nähen erzählen zu hören (oder zu lesen).

Und so kramte ich den bunten Rock heraus, fing an, die nächsten Nähte zu machen, hörte zu, freute mich an Mechthilds Lachen und lauschte interessiert den Fragen und dem Erfahrungsaustausch. 


Beim Stricken bin ich zur Zeit sehr vernünftig, denn ich verbrauche die Wolle, die ich schon vor etwa zwei Jahren bestellt hatte. Ich stricke diesmal einigermaßen nach Anleitung, und zwar nach dieser hier.


Heute geht es mit dem Rock weiter. Dabei höre ich zum zweiten Mal das schöne Weihnachtsmärchen der MMM-Crew. 

Mittwoch, 3. Dezember 2014

MMM - Querstreifen machen mich glücklich

Vor drei Wochen fand ich diesen schönen Stoff im kleinen, feinen Stoffladen der Kreisstadt. 
Die Farben finde ich zur Zeit richtig schön und ich hatte den Rock am Wochenende innerhalb von zwei bis drei Stunden fertig genäht. 


Kein Wunder, schließlich dehnt sich der Strickstoff, auch das Futter ist leicht dehnbar und ich nähte einfach einen Jerseybund  dran. Ein kleines Restchen ergab sogar noch ein Haarband. 
(ich müsste mal nach einem breiteren Gürtel in schwarz suchen!)



Den Stoff habe ich so zusammen genäht, dass die schönen Webränder als Saum laufen. Leider hatte ich nicht bedacht, dass ich dann mehr Stoff brauche, damit die Querstreifen auch zusammen passen. das ist echt schade, denn der Stoff war nicht so teuer. 


Meike von Crafteln hat in ihrem Gespräch mit Muriel dazu ermuntert, auch Trageergebnisse zu berichten. Nun - dieser Stoff zieht sehr schnell Fäden, man muss sich vor spitzen Ecken und Kanten schützen! Allein in zwei Tagen sind schon drei Fäden gezogen. 



Trotzdem mag ich ihn, den Rock!
(Entschuldigt die unscharfen Fotos, es kann nicht nur am bedeckten Himmel liegen.)

Und nun - zum MeMadeMittwoch, auf dem übrigens eine wunderbare Spendenaktion läuft!