Sonntag, 11. September 2016

Herbstjacken-Knit-Along 2016: Vorstellung

Herzlich willkommen zum Herbstjacken-Knit-Along!
Draußen ist es zwar noch sommerlich, trotzdem hoffen Sylvia und ich, dass einige von euch Lust haben, sich wärmende Wolle um den Finger zu wickeln!
Ich saß jedenfalls gestern schon in der Sonne und strickte tapfer an meiner Maschenprobe für die Jacke, die ich vor meinem inneren Auge habe.
Die Wolle aus meinen Vorräten (ich fleißige Ameise, ich!) hat eine wunderbare Herbstfarbe. Petrol, meliert auch noch, eine Augenweide, wie ich finde.
Ursprünglich hatte ich eine weitere schwarze Jacke anvisiert. Da sich schwarz so schlecht fotografieren lässt und ich als Mit-Initiatorin jedoch den Anspruch habe, gute Fotos zu liefern, änderte ich meinen Plan.



Ich stricke ja seit nunmehr vier Jahren Strickjacken, jedoch nie mehr nach Anleitungen. Davor plagte ich mich oft damit herum, dass mir das Strickstück irgendwie nie so richtig passte. Dies lag zum einen daran, dass ich nie meine Körpermaße mit den Maßen des Modells verglich. Außerdem verstrickte ich kaum die Originalwolle, die in den Strick-Zeitschriften angegeben waren. Und zu guter Letzt stellte ich nie eine Maschenprobe her und selbst wenn, hätte ich doch nicht gewusst, was zu tun ist, wenn die Probe größer oder kleiner ausfällt als angegeben.
Geändert hat sich das, als ich auf eine Anleitung von Tschiro stieß "Von der Kunst, einen passenden Pullover zu stricken". Das erste Mal gelang mir eine perfekt sitzende Armkugel und ich konnte mir anhand meiner Körpermaße sehr gut ausrechnen, wie viele Maschen ich anschlagen muss und wie viele Reihen ich stricken muss, um eine gut sitzende Jacke zu stricken.
Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine Maschenprobe. Allerdings habe ich mich erst jetzt so richtig mit dem Thema Maschenprobe befasst, nachdem Sylvia und ich überlegt hatten, welche Strickthemen in unseren Knit-Along einflechten möchten.


Maschenproben sind ein bisschen Fleißarbeit. Eigentlich juckt es einen in den Fingern und man möchte gleich richtig mit dem Stricken beginnen. Aber ein bisschen Disziplin an dieser Stelle sei euch angeraten. Schließlich steckt viel Arbeit in einer selbstgestrickten Jacke und es wäre schade, wenn ihr auftrennen müsstet oder eure Jacke im Schrank läge anstatt  euch zu wärmen!
Der klassischer Vorgang der Maschenprobe sieht vor, dass ihr einige Maschen mehr anschlagt, als dies auf der Banderole des Knäuels vorgegeben ist, und auch einige Reihen mehr strickt. Danach wird die Maschenprobe gewaschen und nach dem Trocknen messt ihr ein Quadrat von 10 X 10 cm aus. Wenn ihr nun die Maschen und die Reihen zählt, habt ihr einen guten Anhaltspunkt, von dem aus ihr euer Modell stricken könnt. Meike erläutert dies sehr schön auf dem MMM-Blog beim Frühlingsjäckchen-Knit-Along 2014.

Soweit die Theorie. Nun zeige ich euch einmal meine kleine Sammlung der Maschenproben aus den letzten Jahren.

Und was könnt ihr da sehen? Ich habe mich überhaupt nicht an diese Theorie gehalten. Trotzdem passen die gestrickten Jacken.
Was seht ihr noch? Ich habe manchmal innerhalb einer Maschenprobe verschiedenen Muster ausprobiert. Eigentlich wäre es besser, wenn ihr ein Muster pro Maschenprobe ausprobiert. In meiner aktuellen Maschenprobe könnt ihr sehen, dass sich das Strickstück ein wenig zusammenzieht. Das müsste ich beim Stricken ebenfalls berücksichtigen.




Zum Thema Maschenprobe habe ich im Internet folgendes gefunden:
Diese Anleitung unterstützt eher mein Vorgehen. Bei Lanade gibt es ein interessantes Foto, das zeigt, wie unterschiedlich die Mapro bei unterschiedlichen Nadelstärken ausfällt. Die Nadelstärke kann eher lockeres oder sehr festes Stricken ausgleichen.
Schließlich könnt ihr bei Alpis Strickbuch die Vorgehensweise nachschlagen, wie aus der Maschenprobe die Maschen- und Reihenanzahl für euer ganz persönliches Strickstück ermittelt wird.

Wie haltet ihr es mit einer Maschenprobe? Habt ihr vielleicht noch einen guten Tipp diesbezüglich? Konnte ich euch dafür erwärmen oder schreckt es euch eher ab?

Doch nun zur Vorstellung meiner Strickjacke. Wie ihr oben schon lesen konntet habe ich bereits die Wolle und auch eine Vorstellung welche Jacke ich stricken möchte. Sie soll zwischen Hüft- und Taillenlänge haben, also nicht zu kurz (damit es meine Nieren auch schön warm haben) und nicht zu lang (besser für weiter geschnittene Röcke). Der Blickfang der Jacke soll der Bund sein. Ich überlege, ob ich ein Zopfmuster mit schmalen Zöpfen stricken soll. Allerdings gehören Zopfmuster nicht gerade zu meinen Lieblingen. Meine Maschen- und Musterprobe zeigt ein Muster mit Namen "Kleine Ähren". Es gefällt mir allerdings nicht so gut aus dieser Wolle. Es wäre vielleicht etwas für dünnere Wolle (ich stricke mit 4er-Nadeln)
Ob die Jacke einen Kragen haben soll, weiß ich noch nicht. Ein Schalkragen wärmt sehr schön, frisst aber auch sehr viel Wolle.

Könnt ihr den Fehler im Muster entdecken?


Soweit meine Planung bis gestern Abend. Heute morgen erstellte ich noch eine Zeichnung und während des Zeichnens kam mir so die Idee, eine Jacke in A-Form zu stricken.


Und das ist ein Nebeneffekt bei einem Knit-Along: ich verlasse da gerne mal die ausgetretenen Pfade und probiere etwas neues aus. Mein üblicher Jackenschnitt ist nämlich gerade, praktisch, gut. Und huch, das beflügelt jetzt meine Motivation möglichst heute noch die Maschen für das Rückenteil anzuschlagen. Aber zuerst brauche ich noch ein gutes Zopf-(ähnliches) Muster. 

Bei Sylvia könnt ihr übrigens einiges über verschiedene Nadelarten nachlesen. Denn lang-grade-Metall ist ja längstens nicht alles, was der Markt hergibt. Nein, inzwischen ergeht es einem wie vor dem Joghurt-Regal: eine große Menge an verschiedenen Nadeln aus unterschiedlichem Material in variablen Systemen... Alles in allem finde ich es aber sehr gut, dass es da Vielfalt gibt, denn Stricken ist nunmal etwas sehr individuelles.

Und jetzt seit ihr an der Reihe! Ich hoffe sehr dass die Technik funktioniert, meldet euch gleich, wenn ihr euch nicht verlinken könnt!

Liebe Grüße von Luise



Sonntag, 4. September 2016

Herbstjacken-Knit-Along 2016



Auch wenn das jetzt hart klingt: Der Herbst steht vor der Tür! In einigen Wochen werden wir uns gerne wieder in Wolle wickeln und kleiden.
Da fällt mir doch die Geschichte von der Grille und der Ameise ein. Die Grille, die den ganzen Sommer sang und keine Vorräte für den Herbst und Winter sammelte, musste hungern und frieren. Menschen, die gerne handarbeiten halten es jedoch eher wie die Ameise: sie sammeln fleißig Vorräte! Die meisten von uns, so sie gerne stricken haben sicherlich einige Wollvorräte im Hause und planen die Strickstücke, die in Herbst und Winter entstehen sollen.

So geht es auch mir und Sylvia "Frauenoberbekleidung". Wir hatten die Idee, in diesem Jahr ein Herbstjacken-Knit-Along zu starten, um zu Beginn der kühlen Jahreszeit ein wärmendes und vielleicht herbst-buntes Strickjäckchen zu haben.

Wer hat Lust mitzustricken? Am 11. September geht es los mit der Vorstellung der Strick-Pläne: Muster, Form, Farbe und Garne: was habt ihr geplant oder welche Entscheidung muss getroffen werden. Die Vorstellungsrunde findet hier auf meinem Blog statt.
Das erste Zwischenergebnis wird am 02. Oktober präsentiert: Wie weit seid Ihr gekommen, welche Schwierigkeiten gibt es? 
Darum geht es ebenfalls im zweiten Zwischentreffen am 16. Oktober: Fast fertig? Oder viel aufgetrennt? Oder die zweite Jacke begonnen? Beide Zwischentreffen moderiert Sylvia.
In der Vorstellung und während der beiden Zwischentreffen möchten wir auch noch ein besonderes Strickthema aufgreifen. 
Das Finale findet hier bei mir am 30. Oktober statt. Dann, wenn der farbenfrohe Teil des Herbstes langsam zu Ende geht findet die vielseitige Präsentation aller Strickjacken statt - sicher wird es auch ein Farbspektakel!
Für alle, die große Strickjacken oder mit dünnen Nadeln stricken oder die einfach etwas mehr Zeit benötigen gibt es natürlich ein Finale der Herzen. Dies ist für den 20. November geplant.


Sylvia und ich freuen uns jedenfalls sehr, wenn wir in geselliger Runde stricken, uns austauschen und uns gegenseitig anspornen und helfen.
Allen, die noch nie bei einem Strick-Along mitgemacht haben und vielleicht zögern, ob sie das wagen sollen, sei zugerufen, dass es wirklich Spaß macht in der Gruppe zu stricken und dass es die Motivation sehr erhöht, wenn die Zwischenergebnisse präsentiert werden können. 

Und? Wie sieht es aus? Wer macht mit?